Stadt muss die Kita Godshorn schließen

Feuchtigkeit im Dach gefährdet die Stabilität

Für die Betreuung der Kinder aus der Kita Godshorn wird nach einer guten Übergangslösung gesucht. Foto: Andrea Hesse
Für die Betreuung der Kinder aus der Kita Godshorn wird nach einer guten Übergangslösung gesucht. Foto: Andrea Hesse

Schlechte Nachrichten gab es in dieser Woche aus Godshorn: Wegen baulicher Schäden sperrte die Stadt Langenhagen am Montag zunächst zwei Gruppenräume in der evangelischen Kindertagesstätte an der Hauptstraße; am Mittwoch folgte dann die komplette Schließung mit Wirkung ab Donnerstag. Betroffen sind zwei Kitagruppen mit jeweils 23 Kindern und eine altersübergreifende Familiengruppe mit 18 Kindern. Die Betreuung einer Hortgruppe in einer Außenstelle der Kita kann unverändert stattfinden.

Zur Planung von Renovierungsarbeiten hatte es am Montag eine Begehung des Kita-Gebäudes gegeben, bei der mit Blick auf die Decken im Gebäude ein erster Verdacht aufkam. Als Eigentümerin des Hauses veranlasste die Stadt Langenhagen weitere Untersuchungen und ließ dabei die abgehängten Decken öffnen. Dabei stellte sich heraus, dass Feuchtigkeit ins Dach eingedrungen war und die Stabilität der Trägerkonstruktion beeinflusst hatte. Das Gebäude mit Flachdach wurde im Jahr 1970 gebaut.

Die Stadt Langenhagen sei sich der Probleme, die die Schließung für viele Familien mit sich bringe, bewusst, teilte die Leiterin der städtischen Hochbauabteilung, Architektin Ramona Mellin, mit. Die Sicherheit der Kinder und der Mitarbeitenden habe aber absoluten Vorrang. Auch bei Lars Arneke, pädagogische Leitung der Kita in Trägerschaft des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen, ist die Haltung klar: In einem Schreiben an alle Eltern betont er die Notwendigkeit der Schließung aus Sicherheitsgründen.

Unmittelbar nach Bekanntgabe der Schließung begannen die Bemühungen, kurzfristig eine Betreuungsmöglichkeit für die betroffenen Kinder zu schaffen. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der Kita und einzelnen Mitgliedern des Ortsrates Godshorn wurde nach freien Liegenschaften für eine übergangsweise Betreuung der Kita-Gruppen gesucht. Auch die evangelische Kirchengemeinde Zum Guten Hirten Godshorn war dabei eingebunden. Am Freitagmorgen wurden die Möglichkeiten dann von allen Beteiligten besprochen; daran beteiligt war das Regionale Landesamt für Schule und Bildung, die frühere Landesschulbehörde, als Genehmigungsbehörde. Auch bei zeitlich befristeten Lösungen müssen in der Kinderbetreuung bestimmte rechtliche Vorgaben eingehalten werden.

„Es gibt zwei Objekte in Godshorn, die wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Langenhagen sehr schnell daraufhin prüfen werden, ob die Betreuung dort möglich ist“, erklärte Arneke nach dem Gespräch. Zudem können fünf Geschwister von dort bereits betreuten Kindern ab Montag in die Außengruppe aufgenommen werden.  

„Es gibt gute Ideen für eine Übergangslösung und ich bin zuversichtlich, dass wir schnell etwas davon umsetzen können“, sagt Lars Arneke. Er dankt dem Team der Kita Godshorn, der Stadt Langenhagen und allen anderen Beteiligten in Godshorn sehr für ihr großes Engagement bei der Suche nach einer kurzfristigen Lösung.  

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